VVV-Venlo - Sparta
Endlich gelang der zweite Sieg in dieser Saison. Sparta Rotterdam musste im Seacon Stadion – De Koel daran glauben. Auf dem eigenen Rasen ließ der VVV-Venlo den Rotterdamern, die mutlos zusahen, wie sie fertiggemacht wurden, keine Chance: 5-0.
Kevin Begois hatte sich noch immer nicht von seiner Wadenverletzung erholt, weshalb Robert Böhm zum zweiten Mal in dieser Saison im Venloer Tor stehen durfte. Ab dem Anpfiff von Schiedsrichter Braamhaar übte der VVV-Venlo Druck auf die Abwehr der Gäste aus. Bereits in der ersten Minute war Sparta Rotterdam-Tormann Aleksander Seliga gefordert. Kevin van Dessel schoss auf das Tor, Ferry de Regt lenkte den Ball unterwegs in eine andere Richtung. Einige Minuten später kam es dann zum ersten Treffer.
Adil Auassar ging als erster Torschütze in die Geschichte dieses Matches ein. Er verlängerte einen Freistoß von Achmed Ahahaoui mit dem Kopf, wodurch Seliga chancenlos war: 1-0. Sofort nach dem Anstoß kamen dann die Gastgeber gerade noch mit dem Schrecken davon. Kevin Strootman konnte ungestört nach vorne laufen, und so war es Tormann Böhm zu verdanken, dass die Führung gehalten wurde. Mit einem großartigen Reflex tippte er den Ball über sein Tor. Danach ergriff der VVV-Venlo wieder die Initiative und hielt sich fortan in erster Linie in der gegnerischen Hälfte auf.
In der Mitte der ersten Halbzeit setzten sich die Gelb-Schwarzen definitiv von den Rotterdamern ab. In einem Zeitraum von nur drei Minuten wurde die Führung dank Achmed Ahahaoui und Sandro Calabro auf drei Punkte ausgebaut. Vor allem der Treffer von Ahahaoui war ein Paradebeispiel schönen Fußballs. Links von der Torlinie kommend, überlistete er den slowenischen Tormann Seliga mit einem präzisen Ball: 2-0. Danach folgte ein typisches Calabro-Tor. Keisuke Honda schoss auf das Tor von Sparta Rotterdam, und der Stürmer war am aufmerksamsten, als Seliga den Ball losließ: 3-0. Damit bewies Calabro, dass er auch ohne seine lange Mähne treffen kann. Hinten blieb der VVV-Venlo konzentriert und machte keine Fehler. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gelang sogar noch das 4-0. Es war fast eine Kopie des dritten Tors. Wiederum versuchte es der japanische Nationalspieler, und wieder war es Calabro, der den vom Tormann losgelassenen Ball im Tor versenkte.
Mit diesem Punktestand war es für Torres Blues keine Kunst, mit seinem Hit Juichen in De Koel das Stadion vor Begeisterung toben zu lassen. Das war für den Sänger aus Montfoort wirklich ein Kinderspiel. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hätte eigentlich auch schon das 5-0 fallen sollen. Keisuke Honda schickte Ruben Schaken los, aber der Rechtsaußen war zu egoistisch und passte den Ball nicht zu Honda oder Calabro. Nachdem der Schuss im Seitennetz gelandet war, gab es daher auch ordentlich Schelte vom Kapitän. Danach war das Spiel nicht mehr so spritzig wie in der ersten Halbzeit, aber das wird der Mannschaft von Jan van Dijk niemand im Stadion übel genommen haben.
Zwanzig Minuten vor dem Ende schnellte das Venloer Publikum doch noch einmal bei Tor Nummer fünf hoch. Der eingewechselte Diogo Viana behielt den Überblick und passte den Ball zum herbeigelaufenen Kevin van Dessel. Der Belgier schoss den Ball lupenrein ins lange Eck: 5-0. Es war gleichzeitig die letzte Aktion von Van Dessel, der durch Niels Fleuren abgelöst wurde. In den restlichen Minuten blieb es beim 5-0. Der zweite Sieg der Saison war damit wahr geworden, und das war genau das, was der VVV-Venlo braucht. Durch den Sieg rücken die Limburger mit vierzehn Punkten an die zehnte Stelle auf. Ein schöner Anreiz auch für das Match gegen den regierenden Landesmeister AZ nächste Woche.
Sonntag, 22. November 2009
VVV-VENLO – SPARTA ROTTERDAM
6. Adil Auassar 1-0, 24. Achmed Ahahaoui 2-0, 27. Sandro Calabro 3-0, 43. Sandro Calabro 4-0, 70. Kevin van Dessel 5-0. Schiedsrichter: Braamhaar. Zuschauer: 7000. Gelbe Karten: Anthony Benthem und Tim Bakens (beide Sparta Rotterdam).
Aufstellung VVV-Venlo:
Robert Böhm; Ferry de Regt, Frank van Kouwen, Patrick Paauwe, Adil Auassar; Ken Leemans, Keisuke Honda, Kevin van Dessel (71. Niels Fleuren); Ruben Schaken, Sandro Calabro (74. Ruud Boymans) und Achmed Ahahaoui (67. Diogo Viana).
Aufstellung Sparta Rotterdam:
Aleksander Seliga; Anthony Bentem, Tim Bakens, Nick Viergever, Donovan Slijngard; Erik Falkenburg (46. Edwin van Bueren), Nathan Rutjes, Kevin Strootman (83. Karim Touzani); Edouard Duplan, Rydell Poepon und Joshua John (46. Romano Denneboom).













