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Das Team wird sich ändern

dinsdag 28 mei 2019

Mit Vito van Crooij, Lennart Thy und Clint Leemans verließen gleich die drei besten Torschützen der Saison 2017/18 das Team des VVV-Venlo. Dazu wurden mit Romeo Castelen und Torino Hunte zwei weitere Stammspieler verabschiedet. Komplettiert wurden die acht Abgänge von den Ergänzungsspielern Jens Janse, Leroy Labylle und Emil Riis Jakobsen. Experten prophezeiten den Grenzstädtern nach dem direkten Klassenerhalt im ersten Eredivisie-Jahr ein schweres zweites Jahr und zählten VVV-Venlo auch aufgrund der Abgänge zu den Abstiegskandidaten. Doch der sportlichen Leitung der Schwarz-Gelben gelangen mit Peniel Mlapa, Tino Susic, Christian Kum, Jay-Roy Grot, Patrick Joosten und Peter van Ooijen gleich zahlreiche Volltreffer-Verpflichtungen, die ihre Vorgänger schnell vergessen ließen. Zudem sicherten Axel Borgmann, Martin Samuelsen und die beiden Nachwuchstalente Evert Linthorst und Sem Steijn die Breite im Kader. In den Vorbereitungsspielen zeigte sich schnell, dass VVV-Venlo ein schlagkräftiges Team auf die Beine gestellt hatte - ein Ausrufezeichen war dabei das 1:1 Unentschieden im Test beim Bundesligisten Werder Bremen.

Die Hinrunde der Saison 2018/19
Mit einem perfekten Saisonstart, einem 1:0 Sieg bei Willem II Tilburg, starteten die Venloer in die Spielzeit. Es folgte ein unglückliches 0:1 gegen Champions-League-Halbfinalist Ajax Amsterdam vor heimischem Publikum, bei dem der neueingeführte Videoschiedsrichter VVV das 1:0 aberkannte und Sekunden vor dem Ende Ajax einen Elfmeter zusprach. Es folgten beachtenswerte Unentschieden gegen Utrecht und Heerenveen, sowie Siege gegen Aufsteiger De Graafschap und NAC Breda. Der erste Dämpfer folgte durch ein 0:1 bei Excelsior Rotterdam und eine 0:4 Klatsche bei PSV Eindhoven. Doch ein Heimsieg gegen Den Haag, sowie ein Punktgewinn in Emmen führte VVV nach zehn Spieltagen auf einen sensationellen fünften Tabellenplatz in der Eredivisie. Es folgte der kuriose Spiel-Abbruch bei Feyenoord Rotterdam, da die Begegnung nach nur drei Minuten wegen Flutlichtausfalls abgebrochen werden musste und wenige Tage später nachgeholt wurde ( 1:4 Niederlage ). Ein Highlight der Saison ist sicherlich auch der 3:2 Derbysieg gegen Aufsteiger Fortuna Sittard gewesen, wonach die Moral der Grenzstädter mit einem Last-Minute-Ausgleich in Unterzahl gegen das Top-Team von AZ Alkmaar deutlich wurde. Eine kurze Schwächephase mit Niederlagen gegen Almelo und Arnheim, sowie einem Punktgewinn gegen Groningen wurde am letzten Hinrunden-Spieltag durch einen 2:0 Sieg gegen Zwolle beendet und ließ die Grenzstädter mit 23 Punkten als Tabellenneunter in die Winterpause gehen. Schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich die historische Saison des VVV-Venlo an.

Die Rückrunde der Saison 2018/19
Für ein Novum sorgte VVV-Venlo damit, dass es weder Abgänge noch Neuzugänge in der Winterpause zu vermelden gab, unverändert ging das Team in die Rückrunde und startete gleich mit einem bemerkenswerten 4:2 Auswärtssieg bei Den Haag. Es folgte eine ernüchternde Heimpleite gegen Emmen, sowie ein überdeutliches 0:6 bei Ajax Amsterdam. Doch das 2:1 gegen Tilburg brachte schnell wieder Ruhe. Es folgte die wohl schwächste Phase der Saison. Niederlagen gegen Alkmaar, Almelo, Groningen, Eindhoven, Utrecht und Feyenoord Rotterdam wurden glücklicherweise durch einen Sieg über Excelsior Rotterdam und einen Punktgewinn bei NAC Breda und in Sittard unterbrochen – dennoch sackte VVV in der Tabelle auf Rang dreizehn ab. Schwer traf das Team dabei die Horrorverletzung von Abwehrchef Jerold Promes ( 35 ), der sich am 23. Spieltag im Heimspiel gegen Almelo die Kniescheibe brach und wenn überhaupt erst 2020 wieder auf dem Fußballplatz zu sehen sein wird. Zum Ende der Saison bündelten die Grenzstädter nochmals ihre Kräfte, gewannen 4:1 gegen De Graafschap, punkteten dank des 17-jähirgen Jokers und Trainer-Sohn Sem Steijn spät noch in Heerenveen und bezwangen PEC Zwolle dank eines Mlapa-Hattricks mit 4:2. Die 1:3 Niederlage gegen Arnheim am letzten Spieltag konnte die Freude über die fantastische Saison, die auf dem zwölften Platz beendet wurde, nicht mehr trüben.

Das Saisonfazit 2018/19
Die beste Saison seit über 30 Jahren, mit Peniel Mlapa der beste ausländische Torschütze in der Eredivisie-Geschichte des VVV-Venlo, kurzum eine historische Saison des VVV-Venlo, die wir erleben durften. Im KNVB-Beker-Pokalwettbewerb war zwar schon in der zweiten Runde bei AZ Alkmaar Schluss, mit Martin Samuelsen verließ ein Ergänzungsspieler das Team im Februar Richtung norwegischer Heimat und drei Spieltage vor dem Ende trennten sich die Wege von Kult-Stürmer Ralf Seuntjens und VVV-Venlo nach vier erfolgreichen Jahren leider auf unrühmliche Weise. Anstelle des Lockruf des Geldes zu folgen entschied sich Erfolgstrainer Maurice Steijn gegen andere Angebote und wird 2019/20 in seine sechste Saison an der Seitenlinie des VVV-Venlo zu gehen. Damit ist Steijn der derzeit am längsten im Amt aktive Trainer im niederländischen Profifußball. Abschied genommen hat der Verein von Erfolgskeeper Lars Unnerstall, der seinen Traum-Transfer zur PSV Eindhoven realisieren konnte, den Leihspielern Patrick Joosten (FC Utrecht), Jay-Roy Grot (Leeds United), und Moreno Rutten, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte und einen Auslandswechsel anstrebt. Zudem werden die Ergänzungsspieler Axel Borgmann, Josimar Lima und Evren Korkmaz nicht mehr für VVV auflaufen. Die Zukunft von Christian Kum und Johnatan Opoku, sowie Leihspieler Peniel Mlapa ist noch offen, mit diesen Spielern ist VVV-Venlo im Gespräch über eine weitere Zusammenarbeit.

Der Ausblick auf die Saison 2019/20
Auch nach dieser Saison wird VVV-Venlo den Abgang von zahlreichen Leistungsträgern auffangen müssen. Doch die sportliche Leitung der Grenzstädter arbeitet bereits seit Saisonbeginn auf diese Situation hin und konnte mit Offensivtalent Richard Neudecker ( 22 ) vom FC St. Pauli bereits den ersten aufsehenerregenden Neuzugang präsentieren. Weitere Spieler werden in den kommenden Tagen und Wochen folgen. Trainingsstart für die neue Eredivisie-Saison 2019/20 wird am 19.06.2019 sein, der erste Spieltag am ersten Augustwochenende des Jahres stattfinden. Zahlreiche internationale, aber auch regionale Gegner für die Vorbereitung stehen bereits fest und werden in den kommenden Tagen präsentiert. Nicht mehr mit in der Eredivisie dabei sein wird Absteiger NAC Breda, dafür kehrt Zweitliga-Meister Twente Enschede zurück. In den Aufstiegs-Play-offs versuchen Excelsior Rotterdam und De Graafschap Doetinchem den Klassenerhalt zu verteidigen, zu den potentiellen Aufsteigern gehören derzeit noch Cambuur Leeuwarden, RKC Waalwijk, Go Ahead Eagles Deventer, FC Den Bosch, Sparta Rotterdam und TOP Oss, die gemeinsam mit den beiden Eredivisie-Teams in den Play-offs um die zwei verbleibenden Plätze in der Eredivisie kämpfen.

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