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Deutliche Niederlage trotz Halbzeitführung

donderdag 4 april 2019

Zur Halbzeit 2:1 gegen den favorisierten FC Utrecht mit Star-Trainer Dick Advocaat geführt, am Ende mit einer 2:6 Klatsche vom Feld schleichen müssen. Es war die höchste Heimniederlage des VVV-Venlo seit sieben Jahren, die sich am gestrigen Mittwochabend ereignete. Trainer Maurice Steijn war dementsprechend enttäuscht von seinem Team: „Wir haben in der ersten Hälfte guten Fußball gespielt und verdient geführt, dass wir im zweiten Durchgang derart viele Fehler gemacht haben hat mich enttäuscht. Am Ende ging das Ergebnis in der Höhe sogar in Ordnung.“ VVV begann mit Tristan Dekker für den gelbgesperrten Moreno Rutten auf der Rechtsverteidigerposition und konnte eben diesem Tristan Dekker danken, dass die Gäste aus Utrecht nicht bereits nach wenigen Minuten in Führung gingen.

Mit einem beherzten Tackling verhinderte der U20-Nationalspieler das 0:1. Aber auch Venlos Offensivabteilung war auf Trab. Während Johnatan Opoku zuerst noch scheiterte, machte er es wenige Minuten besser, als er ein Seuntjens-Zuspiel zum 1:0 verwandeln konnte ( 18.). Doch die Venloer Freunde hielt nur kurz. Wolfsburg-Leihgabe Richedly Bazoer überwand Lars Unnerstall mit einem präzisen Fernschuss zum 1:1 ( 22.). Kurz vor dem Seitenwechsel war es ausgerechnet Utrecht-Leihspieler Patrick Joosten, der Venlo gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber in Front brachte ( 42.). Mit einem herrlichen Schuss aus gut 20 Metern ließ er den dänischen Nationaltorhüter David Jensen chancenlos und so gingen die Schwarz-Gelben mit einer verdienten Führung in die Pause.

In dieser schien Venlos ehemaliger Mittelfeldspieler und heutiger Utrecht-Trainer Dick Advocaat die richtigen Worte gefunden zu haben, denn was die Gäste aus der Domstadt im zweiten Abschnitt boten, konnte als Spitzenklasse beschrieben werden. Venlo konnte sich gegen den zunehmenden Druck der Gäste nicht mehr wehren und so fielen die Treffer im Minutentakt. Gerade einmal 17 Minuten brauchte Utrecht, um aus einem 2:1 für Venlo einen 2:5 Vorsprung herauszuschießen. Erneut Bazoer ( 53.), ein Eigentor von VVV-Kapitän Danny Post ( 61.), sowie Klaiber ( 63.) und van de Streek ( 69.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Kurz vor dem Ende der Partie erzielte der eingewechselte Kramer sogar noch das 2:6 ( 88.). Ein unerklärlicher Einbruch der sonst so stabilen VVV-Mannschaft, sowie eine vor Spielfreunde nur so sprühende Mannschaft aus Utrecht machte einen Klassenunterschied deutlich. Erfreulich war aus Sicht der VVV-Anhänger lediglich der Blick auf die Konkurrenz, die ebenfalls allesamt nicht punkten konnten. Der Abstand auf NAC Breda auf dem direkten Abstiegsplatz beträgt sechs Spieltage vor Saisonende nahezu uneinholbare 12 Punkte. Die Relegationsränge (De Graafschap Doetinchem und der FC Emmen) sind beruhigende acht Zähler entfernt.

 

VVV-Venlo - FC Utrecht 2-6 ( 2-1 )
ore: 18. Opoku 1-0, 22. Bazoer 1-1, 42. Joosten 2-1, 53. Bazoer 2-2, 61. Danny Post 2-3 (Eigentor), 63. Klaiber 2-4, 69. van de Streek 2-5, 88. Kramer 2-6
Zuschauer: 6.800

VVV-Venlo: Unnerstall, Dekker, Röseler, Kum, Janssen ( 67. Linthorst), Seuntjens, Post, Van Ooijen, Opoku ( 79. Susic), Mlapa, Joosten

FC Utrecht: Jensen, Klaiber, Letschert, Janssen, Gavory, van Overeem ( 75. Strieder), Bazoer, Gustafson ( 81. Emanuelson), van de Streek, Kerk, Bahebeck ( 75. Kramer)

Nach 28 Spieltagen liegt VVV-Venlo mit 33 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Das kommende Eredivisie-Duell steigt bereits am Sonntag ( 07.04.2019, 14.30 Uhr) im heimischen Covebo Stadion – de Koel gegen den aktuellen Tabellenvierten Feyenoord Rotterdam. Der Meister von 2017 befindet sich momentan in einer Formkrise und gewann lediglich eines seiner letzten sechs Spiele in der Eredivisie. Auf einen Auswärtssieg warten die Rotterdammer bereits seit sieben Spielrunden – ungekannte Statistiken für eines der traditionellen Top-3-Teams der Niederlande. Angeführt von Altmeister Robin van Persie im Sturm verfügt Feyenoord mit Tonny Vilhena, dem Ex-Venloer Steven Berghuis, Jordy Claise, Kenneth Vermeer und Jens Toornstra (alle Niederlande), Nicolai Jörgensen (Dänemark) und Sam Larsson (Schweden) über zahlreiche Nationalspieler in seinen Reihen. Am heutigen Donnerstag tritt Venlos kommender Kontrahent im heimischen Stadion „De Kuip“ noch gegen den SC Heerenveen an und hat somit einen Tag weniger zum Verschnaufen als VVV. Doch von einem Vorteil will VVV-Trainer Maurice Steijn hierbei nicht unbedingt sprechen: „Natürlich haben wir Feyenoord hier letztes Jahr besiegt und befinden sie sich in einer aktuell schwierigen Phase, doch darf man ihre klare Favoritenrolle nicht kleinreden. Wir sprechen von zwei Clubs in total verschiedenen Welten. Dennoch wollen wir an die starke erste Hälfte gegen Utrecht anknüpfen und für eine Überraschung sorgen.“ Mit einem Etat, der mehr als das Zehnfache des Venloer Budgets beträgt, ist die Außenseiterrolle der Grenzstädter mehr als deutlich. Erfreulich ist, dass Tino Susic wieder fit und bereit für einen Startelfeinsatz ist. Auch Moreno Rutten hat seine Gelbsperre abgesessen und kann wieder von Beginn an auflaufen, so dass lediglich Jerold Promes ausfällt.

 

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