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Hart umkämpfter Auftaktsieg

zondag 12 augustus 2018

„Der Glücklichere hat heute gewonnen und das waren wir. Allerdings haben wir uns diesen Sieg auch hart erkämpft, meine Jungs haben viel Leidenschaft gezeigt und das hat am Ende den entscheidenden Ausschlag gegeben.“ so ein zufriedener VVV-Trainer Maurice Steijn nach dem 1:0 Auftaktsieg der Venloer am ersten Eredivisie-Spieltag der Saison 2018/19 bei Willem II Tilburg. Ohne den angeschlagenen Peniel Mlapa, dafür aber mit Christian Kum, Tino Susic, Peter van Ooijen und Martin Samuelsen mit gleich vier Neuzugängen in der Startelf, begann Venlo die Partie. Die Hausherren übernahmen dabei von Beginn an die Spielführung und VVV-Keeper Unnerstall musste bereits früh seine ganze Klasse gegen Lieftink beweisen. Auf der anderen Seite sorgte ein Susic-Freistoß, sowie ein Kopfball von Christian Kum für Gefahr vor dem Tilburger Tor. Nach gut zwanzig Minuten dann aber doch die Führung für Venlo.

Kapitän Danny Post fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und setzte den Ball unhaltbar in den Winkel, vorbei am deutschen Schlussmann Tilburgs, Timon Wellenreuther. Kurz darauf verpasste Post es den Vorsprung zu verdoppeln, sein Schuss segelte knapp am Pfosten vorbei. Venlo war nun deutlich besser im Spiel, doch nach der Pause waren es erneut die Hausherren, die Druck ausübten. Glück hatte Venlo, als Neuzugang Christian Kum eine harmlose Flanke so verlängerte, dass der Ball an die Latte des Venloer Tores klatschte.

Venlos verletzungsgeplagte Offensivabteilung verteilte das Spiel auf mehrere Kräfte, so dass nach einer Stunde der müde gekämpfte Ralf Seuntjens Platz für Johnatan Opoku machte und kurz darauf auch Jay-Roy Grot zu seinem ersten Einsatz für Venlo kam, er ersetzte Peter van Ooijen. In dieser Phase schien dann auch der Ausgleich für Tilburg zu fallen. Torjäger Fran Sol drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, doch kam es in dieser Szene zu einer Premiere in der Eredivisie. Seit dieser Spielzeit wird der Videoschiedsrichter auch in den Niederlanden eingesetzt und nach Studium der Videobilder entschied Videoschiedsrichter Blom gemeinsam mit seinem auf dem Feld stehenden Kollegen Dieperink den Treffer nicht anzuerkennen, da Sol den Ball mit dem Oberarm ins Netz bugsierte. Venlo beschränkte sich in der Schlussphase darauf den Vorsprung über die Zeit zu retten und ein gut aufgelegter Lars Unnerstall im Tor, der Pfoste, sowie eine große Portion Willenskraft sorgten dafür, dass Venlo die drei Punkte mit nach Limburg entführen konnte. Eine erneute Premiere, denn noch nie zuvor gelang VVV-Venlo ein Auswärtssieg am ersten Eredivisie-Spieltag.

Willem II Tilburg - VVV-Venlo 0-1 ( 0-1 )

Tor: 21. Danny Post 0-1
Zuschauer: 11.800

Willem II Tilburg: Wellenreuther, Dankerlui, Lewis, Heerkens, Palacios, Lieftink, Crowley, Llonch ( 76. Saddiki), Croux, Sol, McGarry ( 63. Kolovos)

VVV-Venlo: Unnerstall, Kum, Promes, Röseler, Janssen, Rutten, Post, Susic, van Ooijen ( 73. Grot), Seuntjens ( 65. Opoku), Samuelsen ( 81. Van Bruggen)


Das kommende Duell steigt am Samstag ( 18.08.2018, 18.30 Uhr) vor heimischem Publikum gegen Rekordmeister Ajax Amsterdam.

Nach Lars Unnerstall, Nils Röseler, Peniel Mlapa und Christian Kum, ist ab sofort auch Axel Borgmann Spieler des VVV-Venlo. Der 24-jährige Linksverteidiger ersetzt Leroy Labylle, der Beginn der Woche zu Zweitligist NEC Nijmegen wechselte. Borgmann begann seine Laufbahn in der Knappenschmiede, der Nachwuchsakademie des FC Schalke 04 und schaffte es bis in den Kader der deutschen U20-Nationalmannschaft. Ein Profieinsatz in Gelsenkirchen blieb Borgmann allerdings verwehrt. Seine ersten Schritte im Profifußball absolvierte Venlos neuer Linksverteidiger beim FC Vaduz in Liechtenstein, mit dem er in der ersten und zweiten Liga der Schweiz aktiv gewesen ist, regelmäßig in der UEFA Europa-League spielte und zum unumstrittenen Stammpersonal gehörte. Sportdirektor Stan Valckx: „Mit Axel haben wir einen guten Ersatz für Leroy Labylle gefunden. Er hat eine fantastische Ausbildung bei Schalke 04 genossen und uns in den letzten Tagen im Probetraining absolut überzeugt.“ Borgmann erhält in Venlo einen Vertrag bis zum Sommer 2019 mit einer Option auf eine weitere Spielzeit.

mf2