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vermeidbare Niederlage gegen Almelo

zondag 24 februari 2019

„Ein ganz bitterer Abend für uns. Das wir Jerold auf so eine tragische Art und Weise im Spiel verlieren ist bitter. Das habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt. Wir sind mit den Gedanken bei ihm. Meiner Mannschaft hat man den Schock in der ersten Hälfte deutlich angemerkt. Im zweiten Durchgang haben wir es dann aber richtig gut gemacht und hätten das Spiel gewinnen müssen. Das es am Ende eine Niederlage wird haben wir unserer mangelnden Chancenverwertung und Videoschiedsrichter De Graaf zu danken. Dass er uns in der Schlussphase den Elfmeter verwehrt ist skandalös!“ so ein sichtlich emotionaler VVV-Trainer Maurice Steijn nach der 0:1 Heimniederlage gegen den Tabellenfünften Heracles Almelo am Freitagabend. VVV begann mit den von ihren Gelbsperren zurückgekehrten Christian Kum und Jerold Promes in der Startelf und jener Promes sollte einen ungeahnt tragischen Abend erleben.

Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als Venlos Innenverteidiger bei einem Klärungsversuch an der Seitenlinie von Gäste-Stürmer Konings aus dem Gleichgewicht gebracht wurde, jedoch nicht wie gewohnt einfach wieder aufsprang. Voller Schmerzen blieb Promes am Boden. Nach einigen Minuten der Behandlung durch Venlos Mannschaftsarzt wurde das Ausmaß der Verletzung deutlich. Ein Krankenwagen befuhr das Spielfeld, Schiedsrichter Blank unterbracht die Partie und schickte beide Teams zurück in die Kabinen. Genauere Diagnosen sind an dieser Stelle noch nicht zu treffen, es handelt sich allerdings um eine schwerwiegende Knieverletzung, die in den gesamten Körper ausstrahlte. Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis Schiedsrichter Blank die Begegnung wieder anpfeifen konnte. Das Team des VVV wirkte sichtlich mitgenommen von der Blessur ihres Teamkollegen und so dauerte es auch bis zum Ende des ersten Durchganges, bis die Grenzstädter sich ihre ersten Chancen erspielen konnten. Auf der anderen Seite parierte Lars Unnerstall zwei Mal stark bei Weitschussversuchen. Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich VVV wie verwandelt und dominierte Almelo über weite Strecken. Doch hochkarätige Chancen ließen Mlapa, Joosten, Susic, Kum und van Ooijen ungenutzt. Und es kam wie es im Fußball kommen musste. Derjenige, der vorne seine Tore nicht macht, wird bestraft. Nach einem unnötigen Schubser im Strafraum durch Verteidiger Nils Röseler zeigte Schiedsrichter Blank auf den Punkt - Elfmeter für die Gäste. Mit ihrem ersten und einzigen Torschuss im zweiten Durchgang traf Almelo in Person von Osman ( 83.). VVV warf in der Folge alles nach vorne und schien belohnt zu werden. Nach einem Eckball wurde Christian Kum unsanft im Sechszehnmeterraum von Almelo zu Fall gebracht, doch die Pfeife von Blank blieb diesmal stumm. Auch Videoschiedsrichter De Graaf schaltete sich zu Verwunderung aller Anwesenden im Stadion nicht ein und so blieb dieses Foul zum Unmut aller VVV-Anhänger ungestraft. Aber auch ohne diese Möglichkeit verpassten der eingewechselte Johnatan Opoku, sowie der mit aufgerückte Schlussmann Lars Unnerstall in der Nachspielzeit noch große Chancen auf den mehr als verdienten Ausgleich.

VVV-Venlo - Heracles Almelo 0-1 ( 0-0 )
Tor: 83. Osman 0-1 (Elfmeter)
Zuschauer: 6.600

VVV-Venlo: Unnerstall, Rutten, Promes ( 6. van Bruggen), Röseler, Kum, Seuntjens, Post, Susic ( 83. Opoku), Van Ooijen ( 89. Grot), Mlapa, Joosten

Heracles Almelo: Blaswich, Czyborra, van den Buijs, Rossmann, Breukers, Osman, Merkel, Kuwas, Drost ( 78. Duarte), Peterson, Konings ( 45. Dos Santos)

Nach 23 Spieltagen liegt VVV-Venlo mit 29 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Das kommende Eredivisie-Duell steigt am Sonntag ( 03.03.2019, 14.30 Uhr) beim aktuellen Tabellenneunten FC Groningen.

mf2