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VVV erkämpft remis gegen panathinaikos

zondag 1 augustus 2021

Nach einem Jahr Abstinenz waren am Samstagnachmittag erstmals wieder Zuschauer im Venloer Covebo Stadion – De Koel zugelassen und diese bekamen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft von Trainer Jos Luhukay zu sehen, die trotz fünf Nachwuchsspielern in der Startelf ein überaus achtbares 2:2 Unentschieden gegen den mehrfachen griechischen Meister Panathinaikos Athen erreichen konnte. Im anschließenden Elfmeterschießen um die jährlich ausgespielte Herman Teeuwen Trophäe zeigten sich die Gäste dann allerdings abgezockter und konnten dies für sich entscheiden. Während Panathinaikos in Bestbesetzung antrat, begannen bei VVV-Venlo gleich fünf Jugendspieler in der Startaufstellung. Danny Post, Tristan Dekker und Georgios Giakoumakis sind noch nicht einsatzbereit, die beiden Neuzugänge Mitchell van Rooijen und Joeri Schroijen erst wenige Tage im Teamtraining. So beorderte Luhukay mit Wassim Essanoussi ( 17 ), Thijme Verheijen ( 18 ), Joep Munsters ( 19 ), Yahcuroo Roemer ( 20 ) und Stan van Dijck ( 20 ) gleich fünf Eigengewächse in die Startelf. Die routinierten Gäste dominierten die Anfangsphase, doch war es Venlo, das in Führung gegen konnte. Youngster Verheijen setzte sich auf der Außenbahn stark durch, seinen Torabschluss konnte der griechische Nationaltorhüter Dioudis nur abprallen lassen und Sturm-Neuzugang Sven Braken stand da, wo ein Mittelstürmer stehen muss – das 1:0 nach einer knappen Viertelstunde. Venlo wehrte sich nach Kräften gegen den eigentlich übermächtigen Gegner, dennoch mussten die Schwarz-Gelben nach 38. Minuten den Ausgleich hinnehmen.

Aitor Cantalapiedra köpfte zum 1:1 in die Maschen. Mit dem Halbzeitpfiff gingen die Griechen dann sogar in Führung. Yeni N’Gbakoto vollendete eine flotte Kombination zum 1:2 ( 45.). Nach der Pause ersetzte Neuzugang Yannick Leliendal ( 19 ) seinen gleichaltrigen Mannschaftskollegen Joep Munsters. Torwart-Neuzugang Lukas Zima bekam direkt nach Wiederanpfiff zwei ausgezeichnete Möglichkeiten sich zu beweisen und hielt VVV-Venlo damit im Spiel. Nach einer Stunde durften die beiden Neuzugänge Joeri Schroijen und Mitchell van Rooijen dann endlich aufs Feld und ersetzten Wassim Essanoussi und Thijme Verheijen. Auch Simon Janssen kam für Stan van Dijck in die Partie. Und diese Wechsel schienen VVV zu beflügeln, denn von nun an rissen die Grenzstädter das Spiel an sich. Nach 70. Minuten brachte Schroijen den Ball hart in den Strafraum von Panathinaikos und via Yancuroo Roemer landete der Ball bei Mitchell van Rooijen, der zum verdienten 2:2 traf. In der Schlussviertelstunde dominierten vor allem Spielerwechsel das Geschehen und so bekamen mit Stan Henderikx ( 18 ) und Levi Smans ( 18 ) zwei weitere Talente Spielpraxis geschenkt. Auch Tobias Pachonik durfte noch eingreifen. Schiedsrichter Oostrom pfiff die Partie nach 90 Minuten ab und ein Elfmeterschießen musste den Sieger des diesjährigen Herman Teeuwen Memorial Pokals ermitteln. Während Panathinaikos alle seine fünf Versuche verwandelte, scheiterte auf Venloer Seite Mitchell van Rooijen mit seinem Versuch, so dass die Griechen die Trophäe nach 2019 zum zweiten Mal mit nach Hause nehmen durften.

Unter der Woche hat das Team des VVV-Venlo sich gemeinschaftlich gegen das Corona-Virus impfen lassen. Nachdem bereits die Belegschaft des Vereins diesen Schritt unternommen hatte, folgten nun auch die Spieler und Trainer und gaben damit ein wichtiges Signal als Vorbild für die jüngere Gruppe der Gesellschaft ab. „Aufgrund der stark gestiegenen Infiziertenanzahl in der Altersgruppe von 18 bis 30 Jahren, finden wir es wichtig, dass unsere Mannschaft geimpft ist. Die Spieler des VVV-Venlo haben dahingehend eine Vorbildfunktion für viele Gleichaltrige. Darum ist es auch wichtig, dass Sie zeigen welchen Stellenwert das Impfen hat. Wir hoffen, dass dadurch viele jüngere folgen und sich ebenfalls impfen lassen.“ so VVV-Mannschaftsarzt Marc Prudon. Trotz der Tatsache, dass die gesundheitlichen Schäden für viele jüngere durch eine Covid-Infektion meist nicht groß sind, liefert das Impfen der jüngeren Bevölkerung einen beachtlichen Teil zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Allgemeinbevölkerung. Zudem verringert eine hohe Impfquote künftige Einschränkungen, die besonders die jüngere Zielgruppe durch Distanzunterricht und Kontaktverbote hat leiden lassen. VVV-Geschäftsführer Marco Bogers freut sich über die Initiative der Mannschaft: „Natürlich überlassen wir jedem Einzelnen, ob er geimpft werden möchte oder nicht. Jegliche Entscheidung respektieren wir. Dass unser Team allerdings einheitlich zu dem Entschluss gekommen ist, sich impfen zu lassen stimmt mich sehr positiv. Als Kollektiv wollen wir künftig auf dem Spielfeld Leistung bringen, diese Gemeinschaft lässt positives erwarten.“

mf2